Blog-Out

December 31st, 2008 von Stephan

Many of the readers of this blog (if they may exist) may ask themselves why there are less entries during this month than in any other month. I can only speak for myself, there are multiple reasons for this which I will explain.

Practical hours at the nursing home for disabled people
I can say I reached my limits during these times. There is no high workload, there is no stress, there is no time where I don’t know where to put all the tasks I have to do. I’m not challenged doing the particular tasks, I have no problems with the fellow nursing staff. So what is wrong? Despite the fact, that this is very boring I just can’t see any effort. I had 6 fixed patients for a time over several weeks and I planned short time archievements. Nothing worked! Nothing I did or planned to do changed something in the condition or the life-quality of my patients. I have to work with primitive methods because their general practicioners don’t prescribe sterile forceps or even sterile bandages. Some of the things I do there have nothing to do with nursing, it’s just fixing holes in a ceiling during a pouring rain. There are un-trained nursing assistants who just do what they see on other nurses and are not able to reflect their practical skills because they lack of ANY theoretic backround. I cannot feel comfortable or challenged there. I discovered a liver failure on a patient which I told all my mentors and shift-leaders and even the charge nurse, but nobody felt responsible for this because her physician told me over the phone without even seeing the patient that he has no liver failure. It was a liver failure, but nobody cares about a patient in the final phase of multiple sclerosis.

It’s actually sick that I feel more comfortable on a high-acute-ward with patients who need more attention and quick decisions and I don’t understand why I feel better on a patient with a respiratory arrest than a “easy” patient with no dangerous potential at all. I understood the meaning of beeing fucked off during my first year in hospital, but I’d rather be fucked off but have the feeling that I’ve done something than working against something I can not hold of!.
The Women
Yeah, my favourite part. Let’s say I had several tasks and projects running. It is exhausting..the whole dating thing is exhausting it is always preparing for a big show it is always planning what you do and reviewing your tactic over and over. It is hard work and the problem is you cannot distance yourself from it so easily. Well my project failed, which was not that bad at all because the things didn’t fit right and I believe that this would have ended ugly. During christmas time I had the pleasure of getting “involved” with a very good (female ;) ) friend of mine. It was a big surprise for me and the whole situation is very difficult. Usually my scepticism is big, and usually I ask myself “Is this right” but not in this case, I’m not even able to lie or to move around this. I’m just going headfirst into something and I have a good feeling. And I hope she never reads this!
The Music
The Band “Tenelsen” which is my band recorded hard in the last weeks. Every free minute was spent in the studio to record songs. At Saturday we had vocal recordings which can be considered a FAIL which was discovered in the final mastering process of the song! So the vocal Recording for our first song had to be done NEW! Fucking shit so we decided to make a pause and we punched the release date of the tracks back after our gig in Mönchengladbach Hardt way back. Today we did a rehearsal and also recorded two guitar songs. It is so exhausting and it is so much work to do, I just don’t want to see the whole mass of mastering that comes to me during the next weeks.

Going out
During the last weeks, I had a depression from work and all the small things that bothered me. Last week I decided to booze myself to heaven during the Weihnachtsball! It worked, it was so much fun and I even was in the City of Mönchengladbach at Christmas Eve and this was fun. Tomorrow I go to Mattes New Years Eve Party and at the weekend I go to the City of Mönchengladbach again. So funny times ahead!

Stephan

["If liberty means anything at all it means the right to tell people what they do not want to hear!"]


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Marray Chrismess!

December 30th, 2008 von Daniel

Wie neulich die Tante aus dem Radio meinte: Jetzt fängt diese komische Zwischenzeit an. Daran muss ich unweigerlich denken wenn ich in den Bus steige – und sofort hineingelange, ja gar einen Sitzplatz finde! Es geht weiter, im Schnitt 5 bis 10 Minuten schneller als noch vor gut 1 ½ Wochen. Im Büro angekommen sitzen vielleicht 3 oder 4 Kollegen statt des üblichen Dutzend, viel mehr kommen auch nicht mehr nach. Es ist die komische Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, auch bekannt als Brückentagzeit. Vollendet wurde der leicht surreale Eindruck von klassischer Musik die aus einem Nachbarrechner schallte, mit Blick nach rechts auf die St. Paul’s cathedral und die aufgehende Sonne. So ziemlich das einzig Gute an den neuen Plätzen an denen wir seit gut zwei Wochen sitzen. Ansonsten habe ich den etwas undankbaren Platz am Gang, schon fast im Pausenbereich abbekommen. Aber bei dem ruhigen Betrieb stört das nicht weiter. Mir soll’s Recht sein: Zum zugegebenermaßen nicht geringen Preis familienloser Weihnachten kann ich erstmals seit Wochen einen etwas entspannteren Rhythmus leben. Nach langer Hetze und dem ewigen Balance-Akt zwischen Alltagsleben/Alltagsarbeit und Zeit fürs Studienprojekt finden, konnte ich heute verblüfft feststellen: Es geht NOCH unproduktiver^^! Heilig Abend musste ich tatsächlich noch einmal ran, da wurde es dank regelmäßiger Internetausfälle an den Vortagen (Providerwechsel sei Dank) geschäftig. Der „skeleton staff“ musste das vollenden was eigentlich schon längst hätte erledigt sein sollen. Aber davon abgesehen war die halbe Weihnachtswoche von einer Ferienstimmung geprägt, wie am letzen Schultag vor den Ferien. Die „üblichen“ Bälle und Wurfgeschosse flogen vermehrt durchs Büro. Den Höhepunkt bildete ein USB-Schaumstoff-Raketenwerfer. USB wird hier vom Hersteller übrigens in „U Should Be working“ übersetzt. Für 5min war es eine echte Büroattraktion, hier ein baugleiches Modell in Aktion.

Und mit halber Kraft voraus geht’s wohl auch ins neue Jahr, unterbrochen von Neujahr am Do. Am 5. Januar lass ich noch meinen halben Praktikanten-Urlaub (5 von 10 Tagen) für den letzten großen Bericht-Schreibe-Marsch springen – und dann soll mal gut sein! Das einzige was mir noch in die Parade fahren könnte ist die Erkältung, mit lecker Husten. Soweit halte ich die Stellung, bewaffnet mit Aspirin, Vitamin C Pillen, einem redundanten „Erkältungspulver“ bestehend aus Paracetamol und wieder Ascorbinsäure und seit gestern auch dem guten „Beryl“ Hustensaft, der wirklich ein bisken „drowsy“ macht ;-) . Aber das Einzige was ich hier steuer’ sind Mauszeiger, von daher passt das schon. Bisweilen kommt mir das dünn besiedelte Umfeld wie eine mittelalterliche Quarantäne vor: Die die konnten sind geflohen, zurück geblieben sind die Kranken. Ich bin mir ziemlich sicher mir meine Bazillen im Büro eingefangen zu haben, denn genau dasselbe Husten hab’ ich schon von den – von mir aus gesehen - „hinteren Plätzen“ gehört. Der Nahverkehr ist aber auch immer ein heißer Kandidat. Da geht das Hustkonzert munter weiter, die gut gemeinten Hinweise dass es wichtig ist richtig ins Taschentuch zu schneuzen und es dann zu entsorgen (Remember: Germs can survive for several hours in a tissue!) bleiben in ihrer Wirkung bescheiden. Vielleicht liegt’s ja am Wetter? Die Einfach-Glasscheiben-einbauenden Briten jammern alle wie kalt es doch diesen Winter wäre. Der erste Schnee seit den 1930er Jahren im Oktober (geschmolzen bevor er am Boden angekommen ist), und „sibirische Temperaturen“ von mildem Frost in der Nacht und 2 Grad am Tage. Laut Wetterfrosch ist das mehrere Grad kälter als „normal“. Pfff! Aber ich preise meinen elektrischen Heizkörper! Die beste Anlage für 20Pfund, die ich hier getätigt habe. Endlich über 20Grad im Zimmer! Es bleibt noch etwas weniger als ein Monat bis der Bericht abgegeben werden muss, im Büro noch runde 30 Arbeitstage. Zeit für eine kurze Weihnachtsrückschau.

 Marray Chrismess!

Die Weihnachtsfeier! Ein definitiver Höhepunkt. Die Firma zahlt – auch wenn die Barmänner später daran „erinnert“ werden mussten dass Firmenangehörige nicht zu zahlen haben. Ich sag Euch: Bereicherung an Betrunkenen! Ganz billige Masche. Es wurde ganz gut kredenzt, auch wenn die Portionen was klein waren, aber ich will ja nicht zu viel meckern. Denn wer wollte konnte sich einfach noch einen Teller schnappen, die Organisation ging völlig unter. Populär war ebenfalls sich einfach bei der erstbesten Speise zu melden um schneller bedient zu werden, wohlwissend die eigene Menübestellung ignorierend. Bitter war der Tag danach, denn die Weihnachtsfeier fiel unglücklicherweise auf einen Donnerstag. Während der Chef uns noch eingebläut hatte sich einen halben Tag frei zu nehmen statt betrunken oder Stunden zu spät am Freitag aufzutauchen nahm man es im zweiten Stock bei den Jungs vom Marketing & Vertrieb nicht so eng. Soviel ich weiß kamen dort die ersten erst kurz vor Mittag ;-) . Anders beim Projekt Management: Mit flauem Magen und müden Augen war ich noch pünktlich vor 9Uhr da, aber weiß Gott nicht der Erste! Jedenfalls halte ich den urdeutschen Spruch: Wer saufen kann, der kann auch arbeiten für widerlegt. Bis 11Uhr saß ich eigentlich nur unbrauchbar rum und habe alle 10min mal eine Email gelöscht. Hämisches lachen vom englischen Mitpraktikanten, jedoch schnell gefolgt von einem Akt der Solidarität in Form eines vorbeigebrachten Tees.

 Marray Chrismess!

Heilig Abend hab ich natürlich als Brite auf Zeit auf BBC umgestellt um die Ansprache der Queen mitzuverfolgen. Viel mehr als das Foto kam nicht rum, ein Drahtgespräch mit den Eltern, die grad in Warschau auf Familienbesuch waren, kam dazwischen. Entgegen des allgemeinen „nach Hause flieg Trends“ ist ein Großteil meiner WG hier geblieben. So kam es dann, dass Tomek und ich in den lokalen Pub gegangen sind um das Weihnachtsfest im Stil junger, unverheirateter Männer zu verbringen – sprich an der Theke. Erstaunlicherweise war die Spilunke wie ein ausgelagertes Wohnzimmer, sogar inklusive Oma und Enkel. Aber Dank des bereits lang eingeführten Rauchverbotes ist das ja noch zu verkraften. Die Opas legten noch ein paar Tanzeinlagen ein, man diskutierte und irgendwann durfte ich das erste Leuten der sich ankündigenden „Last order“ Glocke hören. Beim dritten Läuten war Schluss, und wir traten den Heimweg mit kleinem Umweg an. Ein paar FastFood Reste hatte der keiner großen Kette zugehörige Chicken-Laden noch auf der Warmhalte-Platte. Einzige Bedingungen war: Wir konnten nur noch zwischen zwei Menüs wählen und von jedem jeweils nur eins ordern. Ja, soviel war von dem guten Zeug noch da! Ein Wunder, aber der Magen hat sich nicht beschwert! Der erste Weihnachtstag war etwas spontaner. In der Küche bin ich Al begegnet, dem kolumbianischen Freund einer meiner Mitbewohnerinnen. Wir kannten uns vom sehen, denn in der ersten Woche hat er mir die wichtigsten Kniffe beim Bedienen der Waschmaschine gezeigt. Beim Kochen/Wäsche in die Waschmaschine einladen/Teller putzen kamen wir ins Gespräch. Ehe ich mich versah saßen wir bei einer Flasche Wodka, und redeten. Bisweilen eine ziemlich domianeske Szenerie, bei der ich ein wenig darüber erfahren hab’ in was für Schwierigkeiten ein eigentlich netter Kerl sich manövrieren kann wenn er ein paar falsche Entscheidungen fällt und nicht auf ein Umfeld vertrauen kann dass positiven Einfluss auf einen nimmt. Die Gegend hier ist multikultureller als die Schmelztiegelstadt Amerikas - New York -, aber die Anzahl der Südamerikaner hätte ich hier nicht erwartet. Als ich Al gefragt hab wieso nicht in die USA, zumal er das Land ebenfalls aus einem einjährigen Schüleraustausch kannte, so war anscheinend die einfache Einreise in die EU ausschlaggebend. Er gehörte zu den letzten einer großen Migrationswelle die ohne Visum ins Land konnten. Über ein paar Umwege ist er in London gelandet… und am Ende mit mir in einem afrikanischen Lokal. Denn auch dieser Tag verlangte nach einem kulinarischen Höhepunkt. Mit großem Tohuwabohu sollte ich die schärfte Suppe der Welt versuchen, Al meinte ich schaff keine drei Löffel. Relativ teuer die Teufelsbrühe, 7 Pfund für eine Schüssel. Für Freunde der osteuropäischen cuisine: Was da rumschwamm erinnerte mich stark an Flaki, müssen also neben ein paar Anstandsfleischstückchen vor allem Innereien gewesen sein. Aber gerade sowas muss man offensiv angehen, sonst scheint ja bekanntermaßen die Sonne nicht am nächsten Tag. Also bat ich den Wirt die Verpackung aufzumachen, um probieren zu können. Und die Suppe war verdammt scharf, aber ich hab mein bestes Pokerface aufgesetzt. Ergebnis: Der würzt ungefragt nach! Not spicy enough? Not spicy enough? Al und ich haben uns darauf geeinigt die Portion zu teilen, und von meiner Hälfte habe ich bestimmt nur ein Viertel geschafft. Zwar mit ordentlich viel neutralisierendem Brot, aber immer noch eindeutig mehr als mein südamerikanischer Kollege. Der kam dann auch nicht darauf klar, dass ein Europäer auch mal was scharfes vertragen kann :P .

 Marray Chrismess!

Beim zweiten Weihnachtstag, bzw. Boxing Day, wollte ich sehen inwiefern der Name auch Programm ist. Eindeutige Handgreiflichkeiten waren nicht dabei, aber sachte Rempeleien beschleunigten das Vorankommen in der Stadt eindeutig. Bin die Oxford Street einmal rauf und einmal runter gelatscht, in erster Linie im Hinterkopf mir einen ordentlichen Mantel zuzulegen. Einige Läden hatten sich schon eindeutig aufgegeben, da lagen Schuhe, Hosen und Hemden in großen Haufen mal auf einem Tisch, mal auf dem Boden. Die Kollegen von Lacoste gaben sich ganz elitär und wollten Ordnung, haben also die Leute anstehen lassen. Das war mir dann doch ein wenig zu doof. Aus dem Mantel wurde dann nichts, ein cooler war von 400Pfund auf 170 runtergesetzt. Prozentuell ordentlich, aber immer noch scheiße teuer, ne? Hätte ich in dem für 80 nicht wie ein kleiner Schuljunge ausgesehen – natürlich war nur noch XXL und XL über - wäre vielleicht noch ein neuer Mantel drin gewesen. Geblieben ist es dann bei einer leichten Jacke, mit der ich wohl frühestens im Warschauer Frühling beeindrucken kann ;-) und einem SinCity Plakat. So bekommen die immer noch recht kahlen Wände in meinem Zimmer ein wenig „Farbe“ ab. Außerdem hat Zavi, die aus den ausgegliederten Virgin Musikläden hervorgegangen sind, die drei Pfund beim anstehenden Konkursverfahren sicher nötig. Fak ze Krädit Kransch!

 Marray Chrismess!

Daniel




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I made the rechnung without RyanAir

December 8th, 2008 von Daniel

Yeah! Von wegen “Paps, brauchst nicht auf dem Parkplatz zu fahren, ich geh direkt zum Gate”… Über 3 Std Verspätung habe ich soeben gesehen. Wenigstens bin ich gut ausgerüstet, der Hotspot im einzigen Café dieses Busbahnhofes der Lüfte hat meine Barclays/Visa EC Karte als Kreditkarte akzeptiert und los geht die 5EUR pro Stunde Abzocke. Aber wenigstens seid ihr jetzt auf dem Laufenden^^.

Die Zeitverschiebung ist glücklicherweise auf meiner Seite, demnach sollte ich auch bei einer Abflugszeit von zur Zeit 23:45Uhr noch vor 12Uhr in London landen. Anschließend ne knappe Std mit dem Zug und vielleicht noch eine halbe Stunde Bus fahren. Wenn alles glatt geht bin ich vor 2Uhr morgens in meiner Hood.

dscf3587 I made the rechnung without RyanAir

Daniel




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Jahresrückblick 2008 - Approved by Her Majesty

December 8th, 2008 von Daniel

Hallo Deutschland

Zack, da bin ich wieder. Mit der gelben RyanAir Gefahr für ein langes Wochenende rüber geflogen. Da bietet es sich an Portogebühren zu sparen und rege zu posten! Nach bald drei Monaten geschäftigen Praktikanten Daseins kann ich auf eine ereignisreiche, bisweilen auch stressige (Praktikumsbericht sei Dank) Zeit zurückblicken. Bevor es Montag Abend in die zweite Halbzeit geht, hier der schnelle Highlights Überblick:

3 Monate in London leben, bedeutet:

- hastig zu Fuß laufen, auch wenn man es eigentlich gar nicht eilig hat
- schneller zu Fuß als mit dem Bus voran zu kommen, selbst wenn man nicht hastig läuft
- zu Stoßzeiten wegen hoffnungsloser Überladung erst in den vierten Bus der Linie 63 zu kommen
- morgens für 6,5 Meilen Fahrt zur Arbeit 40min, bei Bauarbeiten auf der Strecke 60min, bei der Rückfahrt lediglich 30min zu brauchen
- das gesamte Praktikanten-Gehalt für Miete (zwar warm, aber weniger Beverly Hills, dafür eher Sido Mein Block) und öffentlichen Nahverkehr auszugeben
- im Prinzip von Erasmus Förder- und Kindergeld zu leben
- für einen Pint Bier zwischen 2,10 Pfund (günstige Sorte, üble Absteige) und 3,80 Pfund (feinstes Gebräu, “poshe” Nachbarschaft) zu bezahlen
- für eine Zugfahrt nach Bath (britische “Provinz” ;-) ) mehr zu zahlen als für einen Flug nach Hause
- im Hydepark den Schweiß von Keanu Reeves abzubekommen. Jedenfalls beteuert eine Kommilitonen ihn beim joggen gesehen zu haben
- Polarkreis 18 eher durch Zufall gesehen und gehört zu haben; Obwohl als Konzert angekündigt war es eine “interne Veranstaltung” der Musikpresse, zu der mich eine Mitpraktikantin mitgenommen hat. Fun-fact: Gerade scheint die Band ihren nationalen Durchbruch in der Bundesrepublik zu feiern und in London haben ungefähr ein dutzend Deutsche begeistert zugehört während sich die Engländer alle am Hintern gekratzt haben bis Rotating Leslie aufgetreten ist (welche auch mir persönlich besser gefallen haben). Auftritt mit “Fuck the Crunch” Plakaten und “Fuck Gordon Brown” Begrüßung. Sympathisch unsachlich.
- nicht nur Bier, sondern auch Milch in Pints zu kaufen
- mitzubekommen, wie neuerdings die Engländer auf Glühwein (die schreiben es sogar deutsch) abfahren; Hat aber noch Exoten Status: Bei meinem Lidl um die Ecke (Old Kent Road / East Street) 3 Pfund für die Flasche Weihnachtsgesöff
- gelernt zu haben, dass man so viel wie möglich vom Tagesablauf ins Büro “outsourcen” sollte. Von Cornflakes essen, Kaffee trinken bis “Nummer 2″ auf der Toilette
- langsam hinter die Besonderheiten der “Bri-ish pronounciation” zu kommen; Als ich bei einem Mitarbeiter der Londoner Verkehrsbetriebe ‘ne Busmonatskarte kaufen wollte hat er mich wie ein Auto angeguckt. Mein Fehler: Ich meinte ich würde in “Southwark” (W betont) wohnen. Tatsächlich muss man “Southark” sagen und die Nase vornehm nach oben ziehen. Immerhin hab ich es mit meiner Aussprache mal geschafft, dass ein Bankangestellter zu meinem Nachnamen (Jackiewicz!!!) meinte: Oh, an American name! :P
- zu vergessen, dass in der heimatlichen Provinz Montag ein verbreiteter Ruhetag unter den verdammten Coiffeuren ist! Und “mein” Mondeo ist natürlich auch abgemeldet, also ist Mönchengladbach keine Ausweichoption. Ich lass mir jetzt einfach ‘ne Günther Netzer Matte wachsen, SO!
- wüste Beschimpfungen unzufriedener Kunden, hin und wieder aber auch Gedichte (!) weiterzuleiten

So Kinder, der Papa schuftet ab morgen wieder im Land der zwei Wasserhähne. Ich wünschte es wäre mehr drin, aber das nächste Lebenszeichen kommt wohl erst zur Weihnachtszeit. Ich verabschiede mich mit der dritten Strophe die ein beängstigend begeisterter Kunde einer bekannteren Naherholungskette geschrieben hat:

Walking in a forest,
Is a pleasant place to be.
And seeing a red squirrel
Was really nice to see.

Cheers to that!

Daniel




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Alone, On Duty, In Charge

December 4th, 2008 von Stephan

alarmklingel Alone, On Duty, In Charge

The last second late shifts were exhausting, not just because you are just three people on the block, the fine reason for my my mental departure was the fact that the staff and duty planning is not as fail-safe as you might consider.

On Tuesday there was one “non-trained” Nursing Assistant ((They are not allowed to perform certain tasks such as medications, injections, narcotics, bandages)), one “formally” trained Nursing Assistant ((She had at least 80hours of training)) and me as the “Registered Nurse on Duty” (in my second study year at least 1000 hours of practical training and exact 1096 hours of theoretic training in school).

Everything worked out well, I just don’t know why but nobody died and everything went by order.

On wednesday the situation was not better

1.Intern from 13:00 - 15:00
2.Elderly Care Nurse Student in 3rd year
3.Me (Registered Nurse Student in 2nd year)
4.Nursing Assistant (with no idea about whatever)

I considered myself as the second in command or XO. The Elderly Care Nurses don’t have such a rigid and deep training as the Registered Nurses like me; by theory we are both equally qualified if we have our exams but the practice shows differences especially with medical relevant stuff, medications, contraindications, diagnostic procedures and this is the worst part of it they don’t have ANY emergency training.

But again, the outcome of this experiment was good, Today I got a kick in the nuts by charting the wrong mobilizations for patients and the documentations weren’t 100% correct, but at least this went well.

I was under high pressure, but I managed it. You cannot describe the nervous feeling I had at the beginning.

Stephan

["If liberty means anything at all it means the right to tell people what they do not want to hear!"]


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