Ich bin wieder im Lande und bis auf kleinere Probleme die ich auch nach der Rückkehr aus Brighton hatte und aufgedunsenen Füßen ist alles heile.
Gegen 9:00 trafen wir am Flughafen Weeze (Der wirklich am Arsch der Welt ist!) ein und sahen den Check-In-Schalter…es war zwar nur einer aber wir gingen direkt dort hin und checkten ein. Der Sicherheitscheck mit den idiotischen,wiederverschließbaren Plastikbeuteln in denen die 10×100ml Flüssigkeit verstaut werden dürfen regten mich immer noch auf, sodass ich vergass ein kleines Messer mit 3cm Klingenlänge aus meiner Jacke zu holen. Bei der Kontrolle fiel das natürlich sofort auf und was denkt ihr passierte? Ja es wurde mir abgenommen was aber nicht so das Drama war (Weder für mich, noch für das Personal)

Danach mußten wir durch die Passkontrolle und erstmal Warten bis unser “Gate” (und davon gab es ebenfalls nur..wenige) aufgerufen wurde. Direkt stürmten die Geier in die Schlange und wir konnten dank 2sek Verzögerung erstmal sitzenbleiben. Nachdem wir endlich geboardet wurden, setzten wir uns und übliche Procedere mit Ballett im Gang begann.
Der Flug war für mich euphorisierend (bin zum ersten mal geflogen) und die Landung war etwas “holprig”
Aber es sollte ja weitergehen…wir haben den Transfer von London Standsted bis London City Baker Str. mit den Easy Bus bestritten. Das ist quasi ein überlanger Sprinter, und einem Fahrer der gefahren ist wie der letzte Henker…leider weiß ich von der Busfahrt nicht viel, weil ich trotz des Hochseegetaumels an Bord des Sprinters gepennt habe und mir ca.30min fehlen. Danach stiegen wir an der Baker Str. (Wo Sherlock wohnt halt) aus und von dort ging es erstmal zu Fuß weiter.

Auf dem Weg zum Hostel kamen wir an der überflüssigen Attraktion Nummer 1 vorbei. Madame Tussauds. Madame Tussauds ist absolut überflüssig aus folgenden Gründen.
1.Wachsfiguren sind langweillig
2. Wachsfiguren für ab 19Pfund (ca.29€) anzusehen ist langweillig
3. Wachsfiguren für 19Pfund und dafür ca.50m und 3 Std. anstehen ist noch viel ätzender.
Also mein Vorschlag: Weglassen!
Wir hatten bis zu dem Zeitpunkt noch nichts gegessen und suchten uns eine Bar im Juppie Viertel von London. Dazu muss man sagen: London ist teuer
Ich habe bestimmt 4 Pfund für ein mehr oder weniger mittelmäßiges Sandwich mit Hühnchen bezahlt, dazu eine Cola…es hat mich zwar gesättigt aber in Deutschland wäre keiner so dreist 6€ für so etws zu verlangen.

Unsere Tour ging weiter. Wir hatten noch einen längeren Fußmarsch vor uns und nach ner Stunde Fußmarsch kamen wir endlich im Generator Hostel an.
Unsere jugendliche Motivation gekoppelt mit meinem post-jugendlichen Desinteresse wurde im Hotel durch die Zimmerverteilung bereits etwas gepuffert. Wir konnten nicht zu dritt in ein Zimmer (hatten Shared Room, was heißt wir mußten unser Zimmer mit anderen Leuten teilen) trotz der Tatsache dass es in der Online-Booking-Maske so festgelegt war.

Daniel wurde mit ein paar Engländern zusammengelegt und wir ebenfalls mit zwei belgten Betten, die allerdings im Moment unserer Anreise unbelegt waren. Wir packten nicht großartig aus (hatten ja eh nur einen Rucksack) sondern machten uns direkt auf den Weg.
Ein weiterer Fußmarsch stand uns bevor. Wir gingen erstmal zum Brunswick Centre um dort was einzukaufen. Es wurde auch dort wieder ungünstig aber was will man machen. Weiter ging es in Richtung Innenstadt, wo wir uns erstmal den Russel Square ansahan. Beeindruckende Bauwerke, beeindruckendes Park-Ambiente und ein Haufen britischer Hänger die im Sitzen auf Parkbänken gepennt haben. Auch relativ zutrauliche Eichhörnchen begeisterten uns. Jedoch mußten wir als gestresste Touristen schnell weiter.
Das Museum of….keine Ahnung ich müßte in der Karte nachsehen war als nächstes auf dem Plan. Dieses Museum hatte den Vorteil, dass der Eintritt frei war und in kurzen Punkten zusammengefasst

1.Die fernöstliche/arabische Kunst rockte schon früher mehr als die Europäische
2.Dafür rockte die Schwertschmeidekunst der Euopäer mehr als die der Araber
3.Die Ausstellung, in der es um Leben und Tod ging war sehr interessant. (Es wurden in ein Netz eingenähte Pillen auf einen Tisch getan und durch Bildmaterial, welches teilweise Lebensgeschichten erzählte ergänzt) Das klingt jetzt natürlich sehr unspektakulär aber ihr wart ja nicht da.
4.Indianer waren schon weit entwickelt, und die Europäer die “The assholes of world history” sind haben die plattgemacht. Hätten die Indianer eher Schießpulver gehabt, sähe das vermutlich anders aus.
5. Die Europäer sind “the assholes of human world history”
Der nächste Punkt auf der Checkliste ergab sich eher spontan. Hunger. Und Daniel hatte die Präferenz auf Fish&Chips (Backfisch mit perversem Essig & dicke Pommes bei) gelegt wobei es mir eigentlich egal war. Nach mindestens einer Stunde hatten wir endlich einen Pub gefunden, der uns aufnahm (War in der nähe vom äh Trafalgar Square) und für 6Pfund bekam ich eines der dicksten Essen. Chicken Sandwich with Salad & Chips hieß es und es machte satt ohne Ende. Wir tranken dabei Fosters&Guiness und es ging natürlich dann wieder weiter auf den Trafalgar Square.

Auf dem Trafalgar Square gibt es halt viele Brunnen, aber man muss da vorbei um die ganzen Idioten zu sehen, die sich auf die Löwen setzen die sich um diese geklaute Siegessäule aufgebaut sind. Der Walk ging weiter…Buckingham Palace stand als nächstes auf dem Plan.

Wir gingen zunächst in den anliegenden Park (kP wie der heißt) und setzten uns erstmal hin. Ich zog erstmal meine Schuhe aus, weil mir die Füße etwas weh taten und das gefiel dem restlichem Reisepersonal nicht wirklich.
Der Buckingham Palace und das Victoria Denkmal lagen direkt vor uns. Aber der Buckingham Palace ist auch eine Sehenswürdigkeit die man sich sparen kann weil:
1. Es gibt Bauwerke, die nicht umzäunt sind und wesentlich interessanter gestaltet sind
2.Die Trottel der Palastwache machen nichts anderes als dumm rumzustehen und von links nach rechts zu gehen (Die Koreaner können besser marschieren!)
3. Der Wachwechsel geschieht zu Zeiten wo Personen meines Alters entweder besoffen sind, schlafen oder gerade erst aufgestanden sind und essen.
4. Man sieht einfach NICHTS, ausser ein paar Asiaten die versuchen den Zoom ihrer Kamera zu benutzen.
(Dementsprechend habe ich da auch nicht viel fotographiert)
Also ist das komplett überflüssig!
Wir liefen weiter und naja es war halt relativ dunkel geworden. Daniel marschierte ohne es besser zu wissen einfach über den “Horse Guard
Auf unserem spontanem Plan stand das letzte Event des Tourismus-Abends. Wir wollten uns den Big Ben bei Nacht ansehen. Vorher gingen wir noch in einen Tesco-Supermarkt und kauften uns was zu essen. Wir waren dann endlich beim Big Ben angekommen und machten ein paar Fotos.

Trotz des gequengeles von Christiane nahmen wir danach die Underground und waren uns dann klar warum London absolut Touristenunfreundlich ist:
Eine einzige Fahrt in dem innerem Kreis (und das heißt quasi Westminster, London Central und so) kostete uns 4 Pfund pro Person das heißt ca.6€ für eine Kurzstrecke!!! Ich war über diese Wichser empört. Wo zahlt man bitte 6€ um 4 Stationen zu fahren???
Nunja, am Russel Sq. ausgestiegen kamen wir dann endlich im Hostel an und weckten erstmal unsere Mitschläfer auf…die Nacht war relativ kurz und unser Mitschläfer stank wie ein Iltis! Daneben kam aller 10min noch ein Rattelgeräusch hinzu und man dachte darüber nach wie ekelhaft die Duschen waren.
Die ersten 5 Tipps für alle London-Reisenden:
1. Nehmt MEHR Geld mit
2. Fickt auf die U-Bahn, die ist scheiße
3. Nehmt keine Messer mit ins Handgepäck oder Jacken 
4. Nehmt bequeme Schuhe, die gut fürs laufen sind mit
5. Esst wenn ihr Hunger hab ausserhalb vom Stadtteil Westminster und in kleineren Gassen
Stephan
["If liberty means anything at all it means the right to tell people what they do not want to hear!"]